Oper "Le Cinesi" im Rahmen des Barockfests

Der Freundeskreis Christoph Willibald Gluck e.V. präsentiert Ihnen am 26. Juli 2014 die Oper "Le Cinesi" von Christoph Willibald Gluck.

Höhepunkt des Barockfests wird die Aufführung der Oper „Le Cinesi“ ab 21 Uhr sein, eine Oper in einem Akt, mit welcher Gluck damals Kaiserin Maria Theresia mit ihrer Familie erfreute. Eine besondere Note bekommt die Veranstaltung durch die Teilnahme der „Chinesen“ aus unserer Nachbarstadt Dietfurt.

Karten für die Oper sind leider nicht mehr erhältlich.

"Le Cinesi" ist eine Aufführung von Opera Incognita
Inszenierung: Andreas Wiedermann
Musikalische Leitung: Ernst Bartmann

Einlass 20 Uhr - Beginn 21 Uhr

Ort: Freigelände der St. Lorenz-Kirche Berching

Einen Eindruck auf das Stück "Le Cinesi" erhalten Sie auch hier.

Hintergrund zur Oper „Le Cinesi

Le Cinesi, zu deutsch Die Chinesinnen, ist eine Opera buffa in einem Akt von Christoph Willibald Gluck. Das italienische Libretto stammt von dem Wiener Hofdichter Pietro Metastasio. Gluck schrieb diese Oper zum Anlass der Einladung Maria Theresias durch den Prinzen von Sachsen-Hildburghausen auf sein Landgut Schloss Hof, auf dem ein mehrtägiges barockfest gefeiert wurde. Die Uraufführung fand dort am 24. September 1754 statt. Es ist eine ästhetische Diskussion im Gewande einer Chinoiserie, die das Trauerspiel, die Pastorale und die komische Oper vergleicht.

Sie wird im Rahmen des Barockfest am 26. Juli um 21 Uhr im Pfarrgarten der St. Lorenz-Kirche von „Opera Incognita“ aufgeführt und ist bereits ausverkauft. Die Inszenierung verantwortet dabei Andreas Wiedermann der von der Münchner Abendzeitung im Jahr 2013 mit dem „Stern des Jahres“ in der Kategorie „Regisseur“ ausgezeichnet wurde und die Musikalische Leitung liegt in den Händen von Ernst Bartmann.

Handlung

Lisinga, Sivene und Tangia verbringen gelangweilt den Nachmittag zusammen in Lisingas Gemächern, ohne dass ihnen eine interessante Beschäftigung einfällt. („ E ben: stupide e mute par che siam divenute!...”). Doch dann betritt Silango, Lisingas Bruder, der gerade aus Europa zurückgekehrt ist, das Zimmer der Mädchen und überschreitet damit ein chinesisches Verbot. („ Dirò, Ninfe, anchor io il parer mio, se non vi son malesto…“).

Obwohl die Freundinnen ihn bitten, wieder zu gehen, zögert Silango, der in Sivene verliebt ist. Als die Mädchen sich versichert haben, dass Silango beim Kommen von Niemandem gesehen wurde, beschließt Lisinga, dass er bis zum Einbrechen der Dunkelheit bleiben muss, um eine Entdeckung zu vermeiden. („È miglior consiglio differir, che tu parta, infin che affatto s‘oscuri il ciel.”). Die Zeit bis zum Abend wollen sie sich, auf Silangos Vorschlag hin, mit Theaterspielen vertreiben. Doch jeder möchte ein anderes Stück spielen:

Lisinga entscheidet sich für die griechische Tragödie und spielt Andromache mit ihrem Sohn. („Questa d‘Epiro è la real città. D‘Ettore io sono la vedova fedele.”).

Sivene und Silango, als Schäferin Licoris und Schäfer Tirsis, führen ein Pastorale auf. („Qui al consiglio d‘un fonte il crin s‘infiora Licori pastorella semplice, quanto bella. Ha Tirsi al fianco…“).

Tangia bemerkt verärgert, dass Silango in Sivene verliebt ist („Quel titolo di bella è assai frequente!“) und macht sich in der von ihr gewählten Komödie indirekt über den vor kurzem aus Europa zurückgekehrten Silango lustig. („Il vago Tirsi accomodar vogl’io!“)

Daraufhin entbrennt wieder Uneinigkeit darüber, wer nun am besten gespielt habe. Schließlich versucht Silango zu vermitteln und schlägt vor zu tanzen, da es beim Ballett kein Weinen, kein Gähnen und keine Kränkung gäbe. („Concertate un balletto! Ognunne gode, ognuno se ne intende; non fa pianger, non secca e non offende.“). Das Stück schließt mit einem gemeinsamen Tanz der vier. („Voli il piede in lieti giri!...“)