Geocaching - GPS-Schatzsuche zu C.W. Gluck

Viel Wissenswertes und Interessantes gibt es über den Opernkomponisten Christoph Willibald Gluck zu erfahren, einem Musikstar der damaligen und heutigen Zeit! Wer sich auf den Weg macht, kann in diesem Multicache über vier Stationen die Persönlichkeit "Gluck" näher kennen lernen.

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Die ersten Koordinaten dieses Multicaches sind hier angegeben. Alle weiteren Koordinaten muss man sich durch das Finden der jeweils nächsten Station und durch das Lösen der einzelnen Aufgaben „erarbeiten“. Wichtige Informationen zum lösen der Aufgaben findet man hier auf der Seite sowie in einem Infoflyer den man hier herunterladen kann.

Die Koordinaten zum ersten "Cache" lauten
N 49°06.330´ E 011°26.543´

Viel Gluck und Spaß beim Rätseln und beim Spaziergang durch die Altstadt von Berching.

Multicache zum Lösen für Kinder ab 10 Jahre entwickelt von Christine Gottschalk, Grund- und Mittelschule Berching, in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Christoph Willibald Gluck e.V. im Juli 2013


Seine Kindheit und Jugendzeit

Christoph Willibald Gluck wurde am 2. Juli 1714 in der Gemeinde Berching, in der Ortschaft Erasbach, geboren. Er war das erste von neun Kindern. Zwei Tage später wurde er in der Pfarrkirche in Weidenwang getauft.

Sein Vater Alexander war Förster, über seine Mutter Maria Walburga ist nichts bekannt, weder ihre Herkunft noch ihr Familienname. Im Jahre 1717 zog die Familie nach Böhmen, zuerst nach Reichenberg, dann nach Eisenberg, wo der Vater als Forstmeister im Dienst des Fürsten von Lobkowitz stand. Über die Schul- und Jugendzeit von Christoph Willibald Gluck ist sehr wenig überliefert, vieles kann nur vermutet werden.  
 
Sein musikalischer Werdegang

Schon früh offenbarte der junge Gluck großes musikalisches Talent. Er hatte als Jugendlicher den festen Willen Komponist zu werden und ließ sich auch gegen den Willen seines Vaters Alexander nicht von diesem Wunsch abbringen. Immer wieder gab es Auseinander-setzungen, weil dieser wollte, dass er in seine Fußstapfen tritt und auch im Forstwesen tätig wird.

Schließlich sieht Gluck sich gezwungen, sein Elternhaus zu verlassen, um in Zukunft ungehindert seiner Leidenschaft nachgehen zu können. Er verdiente seinen Lebensunterhalt durch das Orgelspiel in Dorfkirchen und durch Auftritte mit seiner Maultrommel und seiner Glasmusik. Begeistert versprach er in einer Konzertankündigung "auf 26 mit Quellwasser gestimmten Gläsern alles auszuführen, was auf einer Violine oder einem Cembalo gespielt werden kann".

Auf dem Weg nach Wien, besuchte Gluck zunächst Prag, wo er ab 1731 Mathematik studierte. Von einem Abschluss ist jedoch nichts bekannt. Ein Ruf führte ihn schließlich nach Mailand und dort erfuhr er eine Ausbildung zum Opernkomponisten. Er lernte mit ca. 27 Jahren die italienische Oper kennen und wurde dort zum Komponisten ausgebildet. Im Jahre 1745 setzte Gluck seine Wanderjahre quer durch Europa fort: London, Hamburg, Kopenhagen lauten die Stationen, er singt, spielt, dirigiert und komponiert.

Der Opernreformer

In den folgenden Jahren schrieb er viele Opernwerke und brachte Erneuerungen in die damalige Theatermusik. Balletttänzer und Chöre kamen erstmalig, neben den Solisten und dem Orchester, mit auf die Bühne. Er revolutionierte mit seinen Werken die überladene, verkrustete italienische Barockoper. Im Jahre 1762 schaffte Gluck mit „Orpheus und Eurydike”, seiner ersten Oper neuen Stils, den endgültigen Durchbruch. Mit „Iphigenie in Aulis“ und „Iphigenie auf Tauris“ hatte er ebenso riesigen Erfolg und feierte seine größten Triumphe. Seinen Lebensabend verbrachte Gluck wieder in Wien, wo er mit 73 Jahren 1787 starb.

Die große Bedeutung Glucks in der Musikwelt ist unbestritten. Er gilt als der Opernreformer schlechthin. Seine Musik bildete die Grundlage für das musikalische Wirken vieler Komponisten späterer Zeit, wie z. B. von Wolfgang Amadeus Mozart oder Richard Wagner, und wirkt auch heute noch fort.